EU-ropäische (Krisen-)Erzählungen: Perspektiven von Lehramtsstudierenden in der Steiermark
AK Steiermark (2024-2025)
Studierende, die in der Steiermark gegenwärtig ein Lehramtsstudium absolvieren, haben EU-ropa aus der Perspektive eines Krisenmodus kennengelernt. Wenn sich angesichts dieses Krisenmodus nunmehr weitere EU-Skepsis breit macht, die in Österreich im EU-ropa-Vergleich besonders hoch ist (Eurostat 2022), stellt sich insbesondere die Frage nach den EU-ropa-Vorstellungen künftiger Lehrpersonen. Sie werden als Vermittler:innen EU-ropäischer Integration und als Vehikel für die Weiterentwicklung EU-ropäischer Demokratieprozesse in Zukunft eine relevante Rolle einnehmen. Aufgrund bisher völlig fehlender empirischer Erkenntnisse zu den EU-ropa-Vorstellungen und subjektiven Einschätzungen EU-ropapolitischer Bildung künftiger Lehrpersonen in der Steiermark stehen (kontroverse) Erzählungen und Bedeutungszuschreibungen hinsichtlich des krisenhaften EU-ropas im Vordergrund des geplanten Projekts. Dieses besteht aus explorativen mündlichen Leitfaden-Interviews und einer Online-Befragung mit quantitativen und qualitativen Fragestellungen (Zielgruppe: Studierende des Fachs "Geschichte, Sozialkunde & Politische Bildung") sowie einer Disseminationsphase. Die Ergebnisse sollen im Anschluss für historisch-politische Lern- und Bildungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen nutzbar gemacht werden: u.a. Professionalisierung der Lehre in Aus- und Weiterbildung, Curriculum-Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs.